Joggen bei Regen: So widerstehst du auch dem schlechten Wetter

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Einige lieben es, andere vermeiden es lieber: Joggen bei Regen ist nicht eines jeden Läufers Freund. Als Ausrede, das Lauftraining sausen zu lassen, sollte Regen allerdings nicht zählen. Dennoch stellt sich insbesondere Laufanfängern häufig die Frage, ob ein Lauf im Regen tatsächlich empfehlenswert ist. Die Antwort ist schlicht und einfach und lautet: selbstverständlich. Also Laufschuhe an und raus. Denn es gibt einige Gründe, die Laufen im Regen befürworten. Und wer weiß, vielleicht bist du ja sogar schon nach diesem Artikel davon überzeugt.

Inhaltsverzeichnis

Darum solltest du auch bei Regen draußen laufen

„Was ist ein bisschen Regen schon?“, werden sich die ein oder anderen erfahrenen Läufer jetzt fragen. Und Recht haben sie. Ein bisschen Regen schadet dir nicht. Sofern es nicht aus Kübeln schüttet, sollte dich ein bisschen Nässe nicht von deinem Lauftraining abhalten können. Besonders im Sommer kann ein Regenschauer eine angenehme Abkühlung darstellen. Auch im Nieselregen laufen zu gehen, kann für den einen mehr, den anderen weniger eine Freude sein.

Im Herbst und Winter kommt es dann zunehmend auf die richtige Kleidung drauf an. Thermo- Anziehsachen und eine Regen-Cap können hier von Vorteil sein. Gleichzeitig solltest du dich nicht zu dick einpacken. Schließlich wird es dir beim Laufen – egal wie kalt und nass es draußen nun sein mag – warm. Diesen Faktor solltest du bei der Auswahl deiner Kleidung berücksichtigen.

Nicht zuletzt stärkst du übrigens beim Training im Regen oder in der Kälte – sofern du es nicht übertreibst – dein Immunsystem. Zudem ist es nie verkehrt bei jeder Witterung einmal trainiert zu haben. Hast du dich beispielsweise monatelang auf einen Wettkampf vorbereitet, wirst du am Wettkampftag vermutlich nicht sagen: „Oh, jetzt regnet es. Ich sage meine Teilnahme deshalb lieber ab.“ Schließlich hast du viel Zeit und Engagement in dein Training investiert, um am Tag des Wettkampfs deine beste Leistung abrufen zu können. In solch einem Moment wirst du dann froh sein, auch schon im Regen gelaufen zu sein. Denn so kennst du Bedingungen ganz genau und einer erfolgreichen Wettkampfteilnahme steht nichts mehr im Wege.

So motivierst du dich bei Schmuddelwetter

Fällst du allerdings in ein Motivationsloch, wenn der Regen draußen gegen die Fensterscheiben schlägt? Schließlich wäre es die perfekte Ausrede, um das Training einmal sausen zu lassen – oder? Vielleicht hast du dich auch schon einmal bei diesem Gedanken erwischt. Wenn dir Joggen bei Regen so gar nicht zusagt, sollte deine Motivation für das Training im Allgemeinen groß genug sein, um dich dennoch überwinden zu können.

  • Führe dir vor Augen, warum du läufst und welches Ziel du damit verfolgst. Machst du dir das noch einmal klar, wird dich sicherlich ein bisschen Regen nicht davon abhalten können, einen weiteren Schritt in Richtung deines Ziels zu gehen.
  • Vielleicht sind es auch ganz banale Dinge, die dich motivieren. Beispielsweise die heiße Dusche nach dem Training? Oder einfach nur das Gefühl, dass du das Training eben doch durchgezogen hast, obwohl du es überhaupt nicht magst im Regen zu laufen?

Die Dos and Don’ts beim Laufen im Regen

Diese 3 Dinge solltest du beachten

  • Installiere eine Wetter-App auf deinem Handy. So kannst du dich ganz einfach über die Wetterbedingungen an deinem Standort informieren. Ist der Regen ein Vorläufer eines Unwetters oder kannst du ruhigen Gewissens laufen gehen? Die Website des Deutschen Wetterdienstes (DWD) stellt hier eine zuverlässige Quelle für dich dar. Die beiden Apps KATWARN und NINA warnen dich außerdem vor Unwettern in deiner Umgebung.
  • Um bei Regen laufen zu gehen, musst du dir nicht extra neues Schuhwerk zulegen. Laufe mit den Schuhen, in denen du immer läufst. Auch deinen Schuhen schadet ein bisschen Nässe nichts. Ein Tipp: Stecke nach deinem Lauf Zeitungspapier in dein Schuhwerk. Das entzieht die Feuchtigkeit. Goretex-Schuhe beispielsweise solltest du nur bei Starkregen oder im Winter nutzen.
  • Zu empfehlen ist außerdem eine Laufcap. Mit diesem Accessoire verhinderst du, dass der Regen dir ständig in dein Gesicht tropft und die Haare werden bei Nieselregen nicht nass. Einige Läufer nutzen beispielsweise auch eine Mütze in den Wintermonaten.

Diese 3 Dinge gilt es zu vermeiden

  • Nicht draußen stehen bleiben: Training im Regen schön und gut, danach solltest du dich allerdings schnell wieder ins Innere begeben, statt dich ohne Bewegung weiterhin im Regen aufzuhalten. Dein Körper kühlt so nämlich schnell aus und du machst es Erkältungen damit leicht. Möchtest du ein Cool Down an deinen Lauf anschließen lassen, verlege es ins Innere. Allgemein solltest du nach dem Training die nasse und verschwitze Kleidung schnell loswerden, dich abtrocknen und nach einer kurzen Pause unter die Dusche springen.
  • Zieh dich nicht zu warm an: Die Wahl deiner Laufkleidung ist entscheidend. Schließlich heißt es nicht umsonst: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung. Was ziehst du also an, damit dir nicht kalt ist während dem Laufen? Welche Kleidung wählst du, damit dir nicht zu warm wird? All das ist sicherlich auch ein bisschen an deine Erfahrung gebunden. Empfohlen werden kann zum einen das sogenannte Zwiebelsystem. So hast du die Möglichkeit noch eine Schicht auszuziehen, wird dir doch plötzlich unerwartet warm oder die Sonne lässt sich zwischen den Wolken plötzlich blicken. Der Fokus sollte darauf liegen, deinen Oberkörper warmzuhalten. Arme und Beine können ein bisschen Kälte und Nässe vertragen.
  • Achte auf Handy und Kopfhörer: Nicht nur deine Kleidung sollte eine Rolle spielen, sondern natürlich auch dein Equipment. Achte bei starkem Regen darauf, dass dein Handy, deine Apple Watch und / oder deine Kopfhörer nicht zu viel Nässe ausgesetzt sind. Ein Tipp: Die Kopfhörer beim Laufen im Regen einmal weglassen und stattdessen nur den Regentropfen lauschen.

Wettkampf bei Regen – das gibt es zu beachten

Wie im Lauftraining solltest du dich auch für deinen Wettkampf nicht zu warm kleiden. Als Faustregel gilt: Vor dem Start darfst du ein bisschen frösteln, im Wettkampf solltest du nicht überhitzen. Einige Sportler ziehen unter anderem ältere Jacken zum Wettkampf an. Wird ihnen während ihres Laufs zu heiß, lassen sie ihre Jacke einfach am Streckenrand zurück. Lass dich von Wettkämpfen im Regen auf keinen Fall abschrecken. Viele Sportler lieben es im Regen zu laufen und können manchmal gerade dann ihre beste Leistung abrufen.

FAQ: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Joggen bei Regen:

Kann man bei Regen joggen gehen?

Auf jeden Fall. Halten dich deine eigenen Ausreden nicht auf, sollte nichts dagegensprechen, im Regen zu joggen. Für einige Sportler – auch aus anderen Sportarten wie beispielsweise dem Fußball – gibt es nichts Schöneres, als sich bei leichtem Nieselregen und frischer Luft zu bewegen.

Was anziehen beim Joggen bei Regen?

Besonders Laufanfänger sind sich in Bezug auf die richtige Laufkleidung oftmals unsicher. Was ziehe ich an, damit es nicht zu kalt aber auch nicht zu warm ist? Allgemein ist das immer von dem persönlich Wärme-/Kälteempfinden abhängig. Im Sommer benötigst du aber wohl kein Thermo-Shirt. Im Winter solltest du dich im Zwiebelsystem kleiden. In Bezug auf Regenjacken spalten sich indes die Meinungen. Oftmals wird eher davon abgeraten beim Laufen eine Regenjacke zu tragen. Hintergrund ist, dass sie zwar den Regen abhält, den Schweiß allerdings nicht hinauslässt. Als ideale Lösung wird daher oftmals eine Laufweste gehandelt. Mittlerweile gibt es jedoch auch schon die ein oder andere Regenjacke die atmungsaktiv ist. Ein paar Regentropfen haben aber bekanntlich auch noch niemandem geschadet – solange es nicht in Strömen schüttet.

Bei welchem Wetter sollte man nicht laufen gehen?

Selbstverständlich gibt es auch Wetterbedingungen, bei denen ein Training an der frischen Luft nicht zu empfehlen ist. Ist es draußen extrem glatt, stürmt oder windet es, kommt es zu Eis- oder Starkregen, solltest du lieber auf ein alternatives Training in deinen eigenen vier Wänden zurückgreifen. Auch bei Gewitter solltest du dein Training nach Innen verlegen. Da der Laufsport vom Wetter abhängig ist, schadet es nie einen kurzen Blick in die gängigsten Wetter-Apps zu werfen. Abgesehen davon ist unter anderem die KATWARN-App, die Warnapp NINA oder ein kurzer Besuch auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes (DWD). So hast du auch eventuelle Unwetterwarnungen auf dem Schirm und kannst dein Training dementsprechend anpassen.

Welche Alternative gibt es zum Joggen im Regen?

Entscheidest du dich aufgrund von Starkregen, Gewitter oder Co. dafür nicht draußen laufen zu gehen, solltest du dir eine Alternative suchen. So lässt du dein Training nicht ausfallen, sondern trainierst auf andere Art und Weise. Hast du kein Laufband zur Verfügung, ist das vielleicht die Möglichkeit, um Trainingseinheiten eine Chance zu geben, die du sonst eher vor dir herschieben würdest. Wie wäre es also beispielsweise mit einer Kraft- oder Stabilisationseinheit? Im Zeitalter digitaler Medien bieten sich etliche Möglichkeiten dein Lauftraining zu ersetzen. Auch ein HIT-Training wäre geeignet. Du könntest die Laufpause allerdings auch für eine Yoga-Einheit nutzen.

Welche Schuhe zum Joggen bei Regen?

Läufst du regelmäßig, kannst du einfach deine normalen Laufschuhe tragen. Du musst dir keine besonderen Laufschuhe zulegen. Wasserdichte Schuhe der Marke Goretex solltest du eher in der kalten Jahreszeit anziehen.

Wird man vom Laufen beim Regen krank?

Die Antwort lautet: nein. Laufen im Regen oder in der Kälte stärkt unter anderem dein Immunsystem. Die Voraussetzung ist allerdings, dass du nicht schon angeschlagen deinen Lauf antrittst. Fühlst du dich einmal nicht wohl, lass deinen Lauf lieber ausfallen und regeneriere. Fühlst du dich gut, solltest du vom Laufen im Regen nicht krank werden. Die richtige Laufkleidung angepasst an die Jahreszeit spielt hierbei allerdings ebenfalls eine Rolle. Auch solltest du deinen Lauf nicht für längere Zeit unterbrechen oder dich im Anschluss an deinen Lauf ohne weitere Bewegung draußen aufhalten.

Laufen im Regen: Auf geht‘s

Um dranzubleiben, kannst du bei richtig schlechten Wetterbedingungen sicherlich das Training auch einmal nach Innen verlegen. Regnet es nur leicht, dann scheu dich nicht, in deine Laufschuhe zu schlüpfen und loszulaufen. Ein paar Tropfen Wasser haben noch niemandem geschadet. Geh deinen Zielen Lauf für Lauf weitere Schritte entgegen – auch, wenn es einmal regnet.

Sportliche Grüße,
Torsten


Über den Autor des Artikels

Torsten Pretzsch ist 2008 von der Couch aufgestanden, um ein sportlicheres Leben zu führen. Begonnen mit einer Laufrunde von nur 15 Minuten lief er Jahre später mehrere Marathons und absolvierte auch einen Ironman.

Sein Ausdauerblog ist die erste Anlaufstelle im Internet für alle, die durch Laufen ein fitteres und aktiveres Leben führen möchten. Mit qualitativ hochwertigen Inhalten, mit verständlichen und einfach umsetzbaren Trainingsplänen und der Motivation durch eine geniale Lauf-Community wirst du als LaufeinsteigerIn auf deinen ersten Schritten begleitet und zur DranbleiberIn gemacht.

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