Ist joggen gesund? – Fakten, Wissenswertes und Tipps

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Nach der Arbeit in die Laufschuhe schlüpfen, die Musik an, den Kopf aus – und schon geht es los. Joggen ist eine der besten Möglichkeiten, um seinem eigenen Körper etwas Gutes zu tun. Joggen ist gesund. Du hegst noch Zweifel, ob du mit dem Laufen beginnen solltest? Die positiven Auswirkungen der Ausdauersportart sollten dir eine Entscheidung ziemlich einfach machen – denn es gibt etliche.

Joggen ist gesund – Die Vorteile für deine Gesundheit

  • Du stärkst dein Immunsystem.
  • Dein Herz-Kreislauf-System wird angeregt.
  • Du beugst Krankheiten vor.
  • Knochen und Muskeln bleiben länger leistungsfähig.
  • Lebenserwartung steigern.
  • Du kannst Übergewicht und Stress abbauen.

„Körperliche Fitness ist einer der wichtigsten herzschützenden Faktoren“, schreibt die Deutsche Herzstiftung auf ihrer Website. Bereits ein täglicher, zügiger Spaziergang von zehn Minuten senke demzufolge das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen um 20 Prozent.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft schreibt: „Es wird angenommen, dass Bewegungsmangel für jeweils etwa zehn Prozent der weltweiten Brust- und Darmkrebsfälle verantwortlich ist sowie für rund sieben Prozent der Erkrankungen an Typ-2-Diabetes und für knapp sechs Prozent der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Derselben Schätzung zufolge, verursacht körperliche Inaktivität in Deutschland sieben Prozent der Brust- und acht Prozent der Darmkrebsfälle, fast sechs Prozent der Erkrankungen an Typ-2-Diabetes und knapp fünf Prozent der Herz-Kreislauf-Erkrankungen.“ In Deutschland ließen sich insgesamt rund sieben Prozent der Todesfälle auf Bewegungsmangel zurückführen.

Stress abbauen, der Reizüberflutung entkommen: Joggen als Ausgleich

Neben den gesundheitlichen Faktoren, ist auch der Ausgleich, den dir die Sportart ermöglicht nicht zu vergessen – egal, ob du auf dem Laufband in einem Fitnessstudio oder an der frischen Luft joggen gehst. Arbeitest du in einem Büro und sitzt in deinem „9 to 5“-Job den Großteil der Zeit an einem Schreibtisch vor deinem Laptop, ist das ein Grund mehr sich häufiger zu bewegen. Hast du auch noch einen äußerst stressigen Arbeitsalltag kann das Joggen eine perfekte Möglichkeit für Dich sein, einfach einmal abzuschalten. Denn Joggen wirkt sich auch positiv auf Stressfaktoren aus. Nicht zuletzt sprechen Läufer häufig davon, dass sie nach ihrer Laufeinheit einen „freien Kopf“ haben. Joggen zu gehen ist also ein Faktor, der dir dabei helfen kann, deine Akkus wieder aufzuladen.

Nicht zuletzt leben wir außerdem im Zeitalter digitaler Medien und werden rund um die Uhr von Reizen nur so überflutet. Das bringt zwar auch einige Vorteile mit sich. Doch neben dem Handy als ständigen Begleiter nutzen wir auch etliche andere elektronische Geräte wie Tablets, Laptops oder wir sitzen abends oftmals mehrere Stunden vor dem TV. Mit einer kleinen Laufeinheit kannst du dieser Flut an Reizen einmal entfliehen – am besten natürlich an der frischen Luft in der Natur.

Hilft Joggen bei Kopfschmerzen und Migräne?

Laufen in der Natur kann auch dann empfohlen werden, wenn du unter Kopfschmerzen oder Migräneattacken leidest. Im Ausdauerblog-Podcast erklärte Entspannungstrainerin und Yogalehrerin Sabrina Wolf, dass „moderater Ausdauersport“ von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie empfohlen werde. „Es wird auch bei Migräne Joggen oder Walken – ja nachdem, wie man unterwegs ist – als Sportart empfohlen“, so Sabrina Wolf. Auch gebe es einige Studien, die aufzeigten, dass durch Sport gute Ergebnisse in der Vorbeugung von Migräne erzielt werden, fuhr die Expertin fort. Sport könne demnach die Häufigkeit als auch die Stärke der Attacken minimieren. „Das kann durchaus helfen“ – wichtig sei es jedoch immer auf seinen eigenen Körper zu hören, da Migräne wie vieles in seiner Ausprägung sehr individuell ist.

Joggen bei Rückenschmerzen?

Ähnlich verhält es sich mit Schmerzen im Rücken. Bewegung ist dabei nicht nur ein Mittel um Schmerzen vorzubeugen, sondern auch um Linderung zu schaffen. Zuvor sollten die Schmerzen jedoch immer abgeklärt werden, um ernste Verletzungen auszuschließen. Ist dies geschehen, wirke lockeres Laufen und Joggen „sehr gut“, wie Physiotherapeut Arne Menzel schreibt. „Es reduziert deine Schmerzempfindlichkeit, sodass du dich im Alltag wieder besser bewegen kannst und deine Schmerzen dich nicht mehr so einschränken. Das wiederum führt dazu, dass du dich mehr bewegen kannst und dich besser fühlst, was wiederum dein Schmerzempfinden und die daraus resultierenden Einschränkungen positiv beeinflusst“, erklärte er.

Auch hinsichtlich Vorbeugung weist Arne auf einige wissenschaftliche Erkenntnisse hin. Der Physiotherapeut bezieht sich auf eine Studie aus dem Jahr 2017. Die Wissenschaftler zeigten unter anderem auf, dass sich regelmäßiges Joggen und Langstreckenläufe positiv auf die Bandscheibenhöhe auswirken können. Arne erklärte auf seinem Blog: „Die Bandscheibenhöhe ist ein Indikator dafür, wie viel Flüssigkeit in der Bandscheibe gebunden ist. Kurz gesagt, je höher die Bandscheibe, desto mehr Flüssigkeit befindet sich in der Bandscheibe. Je mehr Flüssigkeit in der Bandscheibe, desto besser kann die Bandscheibe Belastungen abpuffern und ihrer Funktion nachkommen.“

Des Weiteren gelang es den Wissenschaftlern in ihrer Studie aufzuzeigen, dass die Bandscheibe bei Läufern dicker war. Dies wurde mittels einer inaktiven Kontrollgruppe festgestellt. „Daraus lässt sich ableiten, dass der faserige äußere Anteil der Bandscheibe bei Läufern stabiler ist und die Läufer wahrscheinlich seltener Verletzungen der Bandscheibe erleiden“, so Arne.

Joggen bei Übergewicht?

Ein weiterer Aspekt, der betrachtet werden sollte, ist Joggen bei Übergewicht. Sätze wie „Laufen mit Übergewicht überlastet die Gelenke“ wirst du hier und da vermutlich schon einmal gehört haben. Wie immer gilt allerdings: Die individuelle Gesamtsituation sollte betrachtet werden.

Du kannst deinen Body-Mass-Index (BMI) selbst bestimmen. Die Formel lautet: Gewicht (in kg) / Größe (in m)². Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge gelten Frauen ab einem BMI von 25 und Männer ab einem BMI von 26 als übergewichtig.

Ist jemand übergewichtig ist dies nicht gleich damit gleichzustellen, dass die Person auch unsportlich ist oder nicht laufen könnte oder sollte. Dennoch ist eine Ausdauersportart wie Joggen nicht für alle mit Übergewicht uneingeschränkt zu empfehlen. Im besten Fall spricht man dies mit seinem Arzt ab. Bei der Therapie von Diabetes Typ 2 wird beispielsweise auf moderaten Sport – unter anderem auch Joggen – gesetzt, um die Krankheit in den Griff zu bekommen.  

Joggen ist gesund – zu wenig Bewegung ist nicht förderlich

Fakt ist: Verzichtest du auf Sport in deinem Leben schadest du deiner Gesundheit eher. Viele Krankheiten rühren von zu wenig Bewegung. Besonders Joggen ist eine – von vielen – Möglichkeiten, um deinen Körper zu trainieren. Du musst nicht gleich einen Marathon laufen. Ausdauertraining ist vielfältig. Starte langsam und steigere deine Einheiten. Wichtig ist es, dranzubleiben und die Sportart regelmäßig auszuüben. Natürlich ist es außerdem ratsam, dir als Anfänger bei der Auswahl der Laufschuhe Tipps aus dem Fachhandel zu holen – so kannst du Verletzungen durch das falsche Schuhwerk gleich von Beginn an vorbeugen.

In diesem Sinne sende ich dir sportliche Grüße,
deine Michelle

Joggen ist gesund: Leg jetzt los

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Über die Autorin dieses Artikels

Michelle Brey, Jahrgang 1999 und aus München stammend, ist Co-Autorin des ausdauerblogs. Sie studiert Sportwissenschaft an der TU München und ist nebenbei als freiberufliche Journalistin tätig.

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