Radfahren in der Stadt

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Radfahren in der Stadt betrifft nicht nur Sportler, die zu ihrer Trainingsstrecke gelangen wollen, aber in der Stadt wohnen, sondern auch Menschen, die nicht sportlich Rad fahren. Das Fahrrad ist nicht nur ein Sportgerät, sondern für viele auch ein Verkehrsmittel.

In diesem Beitrag erfährst du, worauf du beim Radfahren in der Stadt achten solltest, welche Regeln es gibt und ob das Fahrrad wirklich ein sicheres Verkehrsmittel für die Stadt ist.

Inhaltsverzeichnis

Wie fährt man Fahrrad in der Stadt?

Ein Radfahrer hat sich an die Straßenverkehrsordnung (STVO) zu halten, die auch für alle anderen Fahrzeuge gilt. Daher ist „Gegen den Strom schwimmen“ verboten. Man fährt also immer auf der rechten Seite, hält sich an Ampeln und Beschilderungen und nimmt Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer.

Kein eigenes Fahrrad in der Stadt

In vielen Städten gibt es Leihfahrräder in Massen, sodass man nicht zwingend ein eigenes Fahrrad braucht, um in der Stadt Rad fahren zu können. Dies sind allerdings eher Alltagsräder und keine Sportfahrräder.

Leihfahrräder in der Stadt

Wo dürfen Radfahrer in der Stadt Rad fahren und wo nicht?

Generell sind Radwege dafür da, um von Radfahrern genutzt zu werden. Diese sind auch deutlich gekennzeichnet. Doch nicht überall gibt es gut ausgebaute Radwege in der Stadt – zumindest nicht in Deutschland.

Wo dürfen Radfahrer in der Stadt fahren?

  • Auf Straßen, wenn es keinen Radweg mit Benutzungspflicht gibt oder der Radweg eine Baustelle ist.
  • Radwegen
  • Radfahrstreifen / Schutzstreifen
  • Fahrradstraßen

Wo dürfen Radfahrer in der Stadt nicht fahren?

  • Auf der Straße, wenn es einen Radweg gibt, für den eine Benutzungspflicht gilt.
  • Auf Gehwegen (Eine Ausnahme gilt für Kinder unter 8 Jahren)
  • In ausgewiesenen Fahrrad-Verbotszonen
  • Schnellstraßen oder Autobahnen, die durch oder um die Stadt führen

Welche Regeln gelten für Radfahrer in der Stadt?

Generell gilt für alle Verkehrsteilnehmer in der Stadt, also auch für Radfahrer, die Straßenverkehrsordnung. Für Radfahrer gibt es spezielle Beschilderungen, auf die wir jetzt genauer eingehen möchten.

Schilder und Zeichen für Radfahrer

Dieses Zusatzschild bedeutet, dass Radfahrer trotz anderer Verbote erlaubt sind und bedeutet „Radfahrer frei“.

Dieses Zusatzschild wird oft in Fußgängerzonen oder auch Einbahnstraßen eingesetzt.

Allerdings sollten Fußgänger Vorrang eingeräumt werden und man sollte nur Schrittgeschwindigkeit fahren.

Dieses Verkehrszeichen für Radfahrer ist auch als Zeichen 237 bekannt. Es kennzeichnet die Pflicht zum Nutzen eines Fahrradweges. Wird dagegen verstoßen, kann dem Radfahrer ein Bußgeld auferlegt werden.

Die Pflicht erlischt allerdings, wenn der Radweg durch Hindernisse oder eine Baustelle nicht befahrbar ist.

Dieses Verkehrszeichen (Zeichen 240) kennzeichnet einen Weg, der gemeinsam für die Nutzung von Radfahrern und Fußgängern freigegeben ist. Hier gilt:

  • Ausreichend Abstand halten
  • Angepasste Geschwindigkeit
  • Rücksicht auf Fußgänger und Radfahrer

Dieses Schild zeigt auf, dass es keine bauliche Trennung zwischen den Verkehrsteilnehmern gibt.

Sind Radfahrer und Fußgänger auf dem Schild nebeneinander (Zeichen 241), ist auch eine Markierung vorhanden, die unbedingt eingehalten werden muss.

Dieses Verkehrszeichen (Zeichen 254) kennzeichnet ein Verbot für Radfahrer.

Schutzstreifen kennzeichnen einen Bereich für Radfahrer auf der Fahrbahn. Parken und Halten ist für andere Verkehrsteilnehmer auf diesem Schutzstreifen nicht erlaubt.

Schutzstreifen haben eine gestrichelte Linie am Rand, die in bestimmten Situationen von anderen Verkehrsteilnehmern übertreten werden darf.

Radfahrstreifen

Ist auf der Fahrband ein Fahrradzeichen vorhanden, markiert das einen Sonderweg für Radfahrer und ausschließlich für diese. Erkennbar ist der Sonderweg durch eine durchgezogene Linie am Rand.

Fahrradstraßen

Fahrradstraßen sind Straßen, die ausschließlich für Radfahrer freigegeben sind. Allerdings dürfen diese auch von anderen Verkehrsteilnehmern genutzt werden, wenn eine dementsprechende Beschilderung angebracht ist. Da gilt allerdings dann ein Tempolimit von 30km/h. Radfahrer haben auf einer Fahrradstraße immer Vorrang.

Mit dem Fahrrad in der Stadt trainieren?

Viele Radsportler wohnen in der Stadt und müssen, um zu ihrer Trainingsstrecke zu gelangen, diese auch durchqueren. Doch wie harmonieren Intervalle, Schnitt, rote Ampeln und Berufsverkehr? Gar nicht.

Wir empfehlen Sportlern innerhalb der Stadt einen Gang herunterzuschalten. Die Stadt ist kein geeigneter Trainingsort, sondern eine Verkehrslandschaft, in welcher man andere und sich selbst unnötig in Gefahr bringen kann.

Ignoriere bitte Strava-Segmente in der Stadt und fang auch nicht an, dir mit anderen Radfahrern ein Wettrennen zu liefern. Mit anderen Verkehrsmitteln fährst du ja auch keine Wettrennen durch die Stadt oder versuchst Bestzeiten zu fahren.

Sieh das Fahrrad innerhalb der Stadt bitte als Verkehrsmittel und nicht als Sportgerät.

Ist Radfahren in der Stadt sicher?

Generell gilt folgende Regel: Innerhalb der Straße müssen motorisierte Fahrzeuge mindestens 1,5 Meter Abstand zu Radfahrern halten. Doch die wird leider nicht immer eingehalten. Außerdem wird man als Radfahrer auch schnell mal von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen. Und als Radfahrer sicher durch den Stadtverkehr zu kommen, empfehlen wir dir dringendst:

  • Deine Geschwindigkeit anzupassen
  • Dich rundum auf den Straßenverkehr zu konzentrieren und andere Verkehrsteilnehmer genau im Blick zu haben
  • Eine Klingel am Fahrrad zu haben
  • Einen Helm beim Radfahren zu tragen
  • Keine unnötigen Risiken einzugehen
  • Fahrrad und Kleidung sichtbar zu gestalten – vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen
  • Dich an die vorgeschriebenen Gesetze zu halten

Über die Autorin dieses Artikels

Lisa-Rudolf-Redakteurin-fuer-Radsport-auf-Fitnesswelt.com_

Lisa ist eine echte Genussbikerin. Sie unterstützt vor allem Radsportanfänger dabei, sich zu verbessern und Probleme zu eliminieren.

Sie fährt selbst mehrere tausend Kilometer auf dem Rad und startet auch bei regionalen Wettkämpfen. Lisa ist hauptsächlich mit dem Mountainbike, aber auch dem Rennrad unterwegs.

Neben ihrer Tätigkeit als Redakteurin für Radsport im Fitnesswelt-Team schreibt Lisa auch auf ihrem Blog LisasBunteWelt über gesunde Ernährung und Radsport.

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